Die Unterschiede zwischen Kreuzkümmel und Schwarzkümmel

Sowohl Kreuzkümmel als auch Schwarzkümmel stammen aus der Familie der Doldenblütler und sind essbar. Was den Geschmack betrifft unterscheiden sich die beiden allerdings gewaltig. Beide Arten von Kümmel werden vor allem in Südamerika, dem mittleren Osten und Indien sehr gerne zum Würzen von Speisen benutzt. In den leckeren Gewürzen steckt allerdings noch viel mehr.

Kreuzkümmel (Cuminum Cyminium)

Da die Pflanze ursprünglich aus der Mittelmeergegend stammt, wurden ihre Samen bereits von den Römern als Gewürz und Medizin verwendet. Selbst die Ägypter benutzten bereits Kreuzkümmel um die Körper der Toten vor der Mumifizierung haltbar zu machen. Schließlich hat Kreuzkümmel konservierende Eigenschaften und wird deshalb auch gerne bei der Herstellung von Wurst verwendet.

Zum ersten Mal medizinisch eingesetzt wurde Kreuzkümmel in Indien, wo er zur Verbesserung der Verdauung dienen sollte. Selbst heute kochen die Menschen in Ostindien nach wie vor Kreuzkümmelsamen in Wasser und benutzen sie als Medizin gegen Wassersucht, Herzkrankheiten, Magenbeschwerden, Erbrechen und Fieber. Dem Kreuzkümmel wird nachgesagt, dass er Darmspasmen lindert und für eine Entlüftung des Magens sorgt.

Doch das Hörensagen wird auch durch wissenschaftliche Erkenntnisse gedeckt, welche sowohl die digestiven als auch die anderen heilenden Kräfte bestätigen. Die in Kreuzkümmelsamen enthaltene Substanz nennt sich Cuminaldehyde und ist ebenso verantwortlich für den nussigen, pfeffrigen und leicht bitteren Geschmack des Gewürzes. Des Weiteren sind darin sehr wertvolle Vitamine und Aminosäuren enthalten, die vorbeugend gegen lebensmittelbedingte Krankheiten wirken und die Symptome des Reizdarmsyndroms lindern.

Schwarzkümmel (Bunium bulbocastanum und Nigella sativa)

Der Begriff Schwarzkümmel sorgt allgemein für Verwirrung, da es zwei verschiedene Pflanzen (Bunium bulbocastanum und Nigella sativa) gibt, die beide als Schwarzkümmel bezeichnet werden. Noch verwirrender ist allerdings die Tatsache, dass die Samen beider Pflanzen für ihren medizinischen Nutzen bekannt sind.

Bunium bulbocastanum ist in mehreren Regionen der Welt heimisch, wozu u. a anderem Nordafrika, Südosteuropa und das südliche Asien gehören. Die Pflanze wird gerne als „Bodenkastanie“ oder „Schwarze Zira“ bezeichnet und wächst bis zu 70 cm hoch. Sie trägt weiße Blüten, die der einer Möhre gleichen und ähnelt der Kreuzkümmelpflanze sehr. Jeder Teil der der Pflanze hat seinen Nutzen – die Blätter als Kräuter, die Wurzeln als Nahrungsergänzungsmittel und die Samen als Medizin.

Um von dem gesundheitlichen Nutzen der Pflanze zu profitieren wird besonders gerne das aus Schwarzkümmel gewonnen Öl verwendet. Es ist sehr reich an wertvollen Inhaltsstoffen, die den ganzen Körper positiv beeinflussen. So wirkt Schwarzkümmelöl einerseits gegen chronische Erkrankungen und Pilzinfektionen, aber wird gleichzeitig auch im kosmetischen Bereich zur Haut- und Haarpflege eingesetzt. Abgesehen davon, stärkt Schwarzkümmelöl ebenso das Immunsystem und beugt einer Vielzahl von Krankheiten vor.

Ebenso hilfreich und wirksam sind aber auch die Samen der Nigella Sativa, welche allgemein auch gerne als „Die schwarzen Samen“ bezeichnet werden. Die Pflanze ist in den gleichen Regionen heimisch wie Bunium bulbocastanum, doch wächst bis zu einem Meter in die Höhe. Außerdem sieht sie mit ihren kleinen, blassen Blüten und ihren mit Samen gefüllten Hülsen völlig anders aus. Ihre kohleschwarzen Samen sind matt und erinnern von ihrer Form her an kleine Paranüsse. Viele Studien haben bereits die unterstützenden Effekte bei der Behandlung von Tumoren, der Verbesserung des Gedächtnisses bei Alzheimer und der Linderung nasaler Allergien bestätigt.

Fazit: Beide Kümmelarten sind nützlich

Kreuzkümmel ist gesund, lecker und medizinisch wertvoll. Aufgrund seines hohen Gehalts an Vitamin A und C ist er außerdem sehr nahrhaft. Des Weiteren enthält Kreuzkümmel Ballaststoffe und verfügt über stimulierende, antibakterielle Eigenschaften. Zu guter Letzt ist er ebenso eine hervorragende Eisenquelle.

Schwarzkümmel ist etwas bitterer und mag für viele Europäer daher etwas zu stark im Geschmack sein. Allerdings machen ihn seine medizinischen Vorteile bereits zu einem sehr wertvollen Gewürz und dabei spielt es keine Rolle ob die Samen roh gegessen, zu Schwarzkümmelöl gepresst oder als Tee gekocht werden.