Neue Hoffnungen für Arthrosepatienten

Die Behandlung der Arthrose verläuft für Patienten, die sich auf dem offiziellen Weg über die Schulmedizin behandeln lassen, oft unbefriedigend. Der Aufwand der Therapie ist hoch, der Nutzeffekt meist gering. Eine alternative Heilmethode weckt allerdings Hoffnungen, denn eine groß angelegte Studie in Indien zeigte spektakuläre Erfolge bei der Behandlung von Arthrosepatienten durch eine kombinierte Therapie mit MSM und Glucosamin, die den abgenutzten Knorpeln wieder Flexibilität und Struktur verliehen.

Was ist MSM?

MSM ist eine organische Schwefellösung mit dem medizinischen Fachbegriff Methylsulfonmethan. Die Schwefelverbindung ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen sowie an der Produktion von Proteinen, Enzymen und Aminosäuren beteiligt. Bei den Aminosäuren werden vor allem Methionin und Cystein angekurbelt. Darüber hinaus besitzt der Schwefel antientzündliche, antioxidative, schmerzhemmende und immunmodulierende Eigenschaften, sodass MSN bei der Behandlung von Gelenkerkrankungen wie Arthrose und Arthritis diskutiert wird. Außerdem fördert MSM die Kollagenbildung, die wichtige Bausteine von Haut, Knochen und dem Bindegewebe sind. MSM – hilft die Schwefeltherapie bei Arthrose? Informieren Sie sich dazu auch unter diesem Verweis.

MSM sollte durch das reichhaltige Vorkommen in pflanzlichen und tierischen Produkten ausreichend über die Nahrung aufgenommen werden. Besonders zahlreich ist MSM in Fischen, Milchprodukten, Eiern, Nüssen und Gemüse vertreten. Doch nicht nur eine ungesunde Ernährung kann zu einem Schwefelmangel führen, sondern auch der volatile Charakter dieses Grundstoffs. Denn Schwefel verflüchtigt sich schnell und geht durch eine längere Lagerung verloren, die allerdings im Zuge der industriellen Lebensmittelherstellung typisch ist. Ein weiteres Problem ist, dass Schwefel Kälte und Hitze nur schlecht verträgt, sodass weitere Verluste durch Ofen und Kühlschrank zu verzeichnen sind.

Was ist Glucosamin?

Glucosamin ist ein Aminozucker, der aus dem Phosphorsäureester von Fruchtzucker, Fructose-6-Phosphat, sowie der Aminosäure Glutamin besteht. Er ist der Baustoff vom Knorpel, dem Bindegewebe und der Gelenkflüssigkeit, trägt also zum Erhalt der Gelenkschmiere zur Modulierung von Reibung und Bewegung bei. Als Prodrug wird Glucosamin während des Stoffwechsels zu Glycoproteinen und Hyaluronsäure weiterverarbeitet. Die Versorgung über die Nahrung gestaltet sich wesentlich schwerer als bei MSM, da größere Vorkommen von Glucosamin allenfalls in Schalentieren zu verzeichnen sind.

Das Ergebnis der Studie

In bisherigen Studien wurden die beiden Stoffe MSM und Glucosamin jeweils als einzelnes Medikament den Arthrosepatienten verabreicht. Die Behandlungserfolge in den Studien waren lediglich moderat. In einem ambitionierten indischen Versuch mit 118 Teilnehmern wurden Arthrosepatienten hingegen beide Wirkstoffe verabreicht. Die Patienten erhielten außer der Placebogruppe über 12 Wochen hinweg täglich jeweils 1,5 Gramm MSM und Glucosamin.

Zum Zwecke besserer Vergleichsmöglichkeiten wurden im Rahmen der Studie Patienten auch nur mit einem der beiden Mittel behandelt. Im Ergebnis kam es zu Verbesserungen bei der MSM-Gruppe von 52 % und bei der Glucosamingruppe von 63 %. Diejenigen Patienten, die allerdings mit der Kombination von MSN und Glucosamin behandelt wurden, profitierten am Ende von einer Schmerzreduktion von 79 %. Der Schmerzwert ging letztendlich von empfundenen 1,7 auf 0,36 zurück.

Warum erst jetzt dieser Behandlungserfolg?

Das Ergebnis der indischen Studie ist also spektakulärer als angesichts der bisherigen nur moderaten Erfolge bei Studien mit einer ausschließlichen MSM-Behandlung oder Glucosamintherapie zu erwarten gewesen wäre. Dies gilt auch aufgrund der guten Verträglichkeit des Organismus von MSM und Glucosamin, weil beides körpereigene Stoffe sind. Das Nebenwirkungsprofil ist also günstig.

Warum diese Erfolge in der Arthrosebehandlung erst jetzt bekannt sind, könnte damit zusammenhängen, dass MSM und Glucosamin von der Pharmaindustrie stiefmütterlich behandelt werden, denn die körpereigenen Stoffe lassen sich in großen Mengen besonders günstig produzieren, sodass Medikamente auf der Basis von MSM und Glucosamin sich nicht rechnen würden. Im Endeffekt fehlt die Motivation zur medizinischen Forschung. Zu guter Letzt gehört Übergewicht bekanntlich zu den Risikofaktoren der Arthrose. Möchten Sie deshalb abnehmen, probieren Sie doch einmal Amapur.